Theaterstück: Illusionen einer Ehe


Komödie

Fr., 29.03.2019, 20:00 Uhr (Einlass 19:30)

Schloss-Schule, Mensa

Vorverkauf ab 18.02.2019

Mit "Illusionen einer Ehe" bietet Eric Assous französisches Boulevardtheater von gehobenem Niveau. Vom ersten Augenblick fesselt das Stück, macht manchmal richtig schwindlig und bleibt spannend bis zum Schluss. Dem Zuschauer wird das Gefühl vermittelt, Zeuge einer heimlich installierten Überwachungskamera zu sein - kein Schauspiel, sondern ein "Live act".

Ada und Felix sind nicht mehr ganz frisch verheiratet, aber glücklich. Eigentlich. Doch nun lockt die Neugierde, der Ausbruch aus dem Ehe-Einerlei. Sie will von ihm wissen, wie viele Seitensprünge er sich während der Ehe geleistet hat. Eine heikle Frage, die den trauten Ehemann nicht nur in Verlegenheit, sondern auch in außerordentliche Rage versetzt. Schließlich gibt er zwölf, meist sehr kurzlebige Begegnungen zu. Im Gegenzug gesteht Ada einen einzigen Seitensprung, der aber immerhin neun Monate andauerte.

Felix ist fassungslos über die Untreue seiner Frau und will alles über seinen Nebenbuhler wissen. Sie ist jedoch um nichts in der Welt bereit, den Namen dieses "Einzigen" preiszugeben. War es am Ende Felix' bester Freund Erik, mit dem Ada regelmäßig Tennis spielt? Als Erik zufällig anruft, wittert der gehörnte Ehemann seine Chance und lädt ihn kurzerhand zum Mittagessen ein, bei dem der arme Erik gehörig in die Mangel genommen wird. Felix' Absicht ist klar: er tut alles, um in Erik den geheimnisvollen Liebhaber dingfest machen zu können. Weniger scheint es ihm um die Wahrheit zu gehen als um die Lust an einem positiven Befund; ihn treibt nicht nur die verletzte Liebe des Gatten, sondern kriminalistische Neugierde. Ada hingegen agiert undurchsichtig, stachelt den Verdacht immer wieder an, um sich gleich darauf zu distanzieren, während dem unfreiwilligen Mitspieler Erik die Situation immer peinlicher wird. Als Erik schließlich gegangen ist, ahnt man, dass die Ehe von solchen Spielen mit wehrlosen Dritten lebt, dass es nicht das erste, nicht das letzte Spiel seiner Art gewesen ist.


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