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Raus aus dem Kursraum – rein ins Erlebnis!

Ob Exkursionen in die nähere Umgebung oder Studienreisen in ferne Länder, ob Museums- und Theaterbesuche oder Betriebsbesichtigungen, unsere Fahrten weiten Ihren Blick, lassen Sie Neues entdecken und erschließen Ihnen neues Wissen. Gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Interessierter erleben Sie bekannte und unbekannte Orte und unsere Kursleitenden eröffnen Ihnen mit Ihrem fundierten Wissen interessante und vielleicht auch überraschende Einblicke. 

 

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F2053 100 Jahre Martin Heidegger „Sein und Zeit“- Braune Anti-Subjekt-Philosophie

Der ehemalige Lehrstuhlinhaber für Philosophie und Direktor (1933-34) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Martin Heidegger (1989-1976), gilt als der wohl einflussreichste Denker des 20. Jahrhunderts. Er besuchte wiederholt den Günther-Neske-Verlag im Pfullinger Klostergarten, wo er seine Werke herausbrachte und redigierte. Auch der jüdische Lyriker Paul Celan (1920-1970), dessen Eltern in NS-Lagern umgebracht wurden, besuchte den Neske-Verlag im Pfullinger Klosterarten, dennoch kam es hier noch nicht zu einer Begegnung der beiden Geistesgrößen.
Am 1. Mai 1933 trat Heidegger der NSDAP bei und gehörte ihr bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 an. Im Jahr 2014 wurden Heideggers schwarz eingebundene Notizbücher, die „Schwarzen Hefte“, aus dem Nachlass publiziert, in denen er seiner antisemitischen Einstellung unverhohlen Ausdruck gibt. Seither stellt sich die Forschung die Frage, inwiefern Heideggers nationalsozialistische Einstellung sich prägend auf seine philosophischen Gedanken auswirkte.
Martin Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“, dessen Manuskript er 1926 auf seiner Hütte in Todtnauberg im Schwarzwald abschloss, erschien im Frühjahr 1927 und machte ihn umgehend berühmt. Heideggers gegen die Subjekt-Philosophie Immanuel Kants gerichteter Ansatz einer Fundamental-Ontologie war in Verbindung mit seinen Wortneuschöpfungen damals ein Faszinosum, besonders für junge Leser. Gleichzeitig verstellen diese sprachlichen Eigenheiten, die sog. Heideggerismen, für viele den Zugang zum Verständnis des epochemachenden Werks.
Der Vortrag will daher einmal in allgemeinverständlicher Weise die Leitgedanken von „Sein und Zeit“ nachzeichnen. Mit Bezug auf die Pfullinger Liederhandschrift (1470/80), die Pfullinger Marktbrunnenfigur „Themis“ (ca. 1870, 1920 zerstört) und das ehemalige Pfullinger „Kriegerdenkmal“ (1934), sollen Heideggers Ideen konkret veranschaulicht und nicht zuletzt als braune Anti-Philosophie kritisch hinterfragt werden.
Der Vortrag richtet sich bewusst an die interessierte Allgemeinheit. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Termine zum diesen Kurs
Datum Uhrzeit Ort
Datum:
13.01.2027
Uhrzeit:
19:00 - 20:30 Uhr
Wo:
Klosterstraße 36, vhs-Gebäude, Raum 3