Kultur | Gestalten
E2051 Vortrag: Erasing History – Das sogenannte Kriegerdenkmal auf der Pfullinger Planie von 1934
| Beginn | am Di., 24.03.2026, 19.00 Uhr |
| Kursgebühr | 10,00 € |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursleitung |
Georg Tetmeyer
|
| Kursort | vhs-Gebäude, Raum 3 |
Pfullingen besitzt überraschenderweise gleich zwei Denkmäler für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs: Das ältere, eine große steinerne Säule, wurde 1931 errichtet. Sie steht auf dem Friedhof und ist bis heute erhalten; das jüngere, das sog. „Kriegerdenkmal“, wurde drei Jahre darauf 1934 errichtet und stand auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 noch weitere vierunddreißig Jahre lang in der Pfullinger Stadtmitte auf der Planie, dem heutigen Marktplatz.
Erst bei der Stadtkernsanierung 1979 wurde es abgebaut, im städtischen Bauhof eingelagert, und stattdessen 1985 die Bronzeplastik „Disput“ des Bildhauers Hubertus von Pilgrim (*1931) aufgestellt. Weil der städtische Bauhof langsam umzieht auf das Gelände der ehemaligen Gärtnerei Hortense, kommt das sogenannte „Kriegerdenkmal“ wieder zum Vorschein, und fordert zu kritischer Auseinandersetzung heraus. Im Vortrag geht es um die lokalpolitischen Hintergründe der Aufstellung des Denkmals und seine vermutliche Bedeutung in den Dreißigerjahren im Rahmen nationalsozialistischer Erntedank-Feiern mit „Blut-und-Boden“-Parolen. Vor dem Hintergrund aktueller Faschismus-Theorien des US-amerikanischen Philosophen Jason Stanley (*1969) wird außerdem ein eher geistesgeschichtlicher Zugang gewählt, um dem Pfullinger Denkmal weitere aufschlussreiche Seiten abzugewinnen.
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
|
Datum:
24.03.2026
|
Uhrzeit:
19:00 - 20:30 Uhr
|
Wo:
Klosterstraße 36,
vhs-Gebäude, Raum 3
|


