F2054 "Totentanz" und "Todesfuge" - Vortrag anlässlich des Holocaust Gedenktags
| Beginn | am Mi., 27.01.2027, 19.00 Uhr |
| Kursgebühr | 12,00 € |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursleitung |
Georg Tetmeyer
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| Kursort | vhs-Gebäude, Raum 3 |
Paul Celans „Todesfuge“ (1945) gilt als sein bekanntestes Gedicht. Besonders der Schlüsselvers: „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ erregte jahrelang die Gemüter. Um diese Aussage abzuwehren, ging man zum Gegenangriff über mit dem Vorwurf, Celan ästhetisiere die unsäglichen Verbrechen, indem er sie zum Thema eines Gedichtes mache. Dies führte dazu, dass Celan beschloss, das Gedicht nicht mehr öffentlich zu lesen – die Zeit sei dafür noch nicht gekommen.
Celans „Todesfuge“ hat als hochkomplexes Sprachkunstwerk natürlich mehrere Bedeutungsebenen zugleich. So nimmt es etwa Bezug auf die Praxis der Nazis, in manchen Vernichtungslagern zur Verhöhnung der Gefangenen, die hingerichtet wurden, ein Häftlingsorchester zum Vorspiel des „Todes-Tangos“ zu zwingen.
Diese Nazihorror-Praxis erscheint in der „Todesfuge“ wie die besonders zynische Variante des mittelalterlichen Totentanz-Motivs. Über dieses Motiv ergibt sich der Bezug von Celans „Todesfuge“ zu Pfullingen: Denn den Reutlinger Holzschneider HAP Grieshaber inspirierte es zu seinem Holzschnitt-Zyklus „Totentanz von Basel“ (1966). Ein Original-Abzug der vollständigen Holzschnitt-Serie ist im oberen Eingangsbereich der Schulkantine des Friedrich-Schiller-Gymnasiums ausgestellt.
Der Vortrag findet statt am Holocaust-Gedenktag 2027. Der Vortrag gibt eine Interpretation des Gedichts „Todesfuge“ unter besonderer Berücksichtigung des Totentanz-Motivs in der Kunst.
| Datum | Uhrzeit | Ort |
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Datum:
27.01.2027
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Uhrzeit:
19:00 - 20:30 Uhr
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Wo:
Klosterstraße 36,
vhs-Gebäude, Raum 3
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